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Gemeindeamt
Söding-Sankt Johann

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Automatisierte Fahrsysteme

Mit Dezember 2016 wurden in Österreich die rechtlichen Rahmenbedingungen für automatisierte Fahrzeuge und deren Systeme geschaffen und die Automatisiertes Fahren Verordnung (AutomatFahrV) erlassen. Auf deren Basis dürfen bei Testfahrten von Forschungseinrichtungen und Fahrzeugherstellerinnen/Fahrzeugherstellern bestimmte Fahraufgaben, wie z.B. Abstand halten, Beschleunigen, Bremsen oder Spurhalten, einem im Fahrzeug vorhandenen Assistenzsystem oder automatisierten oder vernetzten Fahrsystem übertragen werden, sofern die Einhaltung der Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung, der Eisenbahnkreuzungsverordnung und des Immissionsschutzgesetzes-Luft jedenfalls gewährleistet wird.

Durch die Verordnung wird festgelegt, in welchen Verkehrssituationen, auf welchen Arten von Straßen, bis zu welchen Geschwindigkeitsbereichen, bei welchen Fahrzeugen und welchen Assistenzsystemen oder automatisierten oder vernetzten Fahrsystemen bestimmte Fahraufgaben für Testzwecke übertragen werden können.

Voraussetzung ist, dass die Testlenkerin/der Testlenker jederzeit in der Lage sein muss, die Fahraufgaben selbst wieder zu übernehmen, weshalb genehmigte Testfahrten nur von besonders geschulten Testfahrerinnen/Testfahrern durchgeführt werden dürfen.

Die Verordnung ermöglicht derzeit das Testen folgender Anwendungsfälle:

  • Autobahnpilot mit Spurwechselassistent
  • Selbstfahrende Minibusse
  • Selbstfahrende Heeresfahrzeuge

Weitere Anwendungsfälle könnten − nach Bedarf und Empfehlung durch den Expertenrat − mittels Novellierung in die Verordnung aufgenommen werden.

Die Kontaktstelle in der AustriaTech ist Ansprechpartner für jene Organisationen, die auf österreichischen Straßen automatisierte oder vernetzte Fahrzeuge testen wollen. Diese Testszenarien können mit Formular beantragt und der Kontaktstelle per E-Mail übermittelt werden. 

Im März 2019 wurde neben den Testfahrten auch eine Grundlage dafür geschaffen, dass genehmigte Fahrerassistenzsysteme − konkret die Einparkhilfe und der Autobahnassistent − auf Straßen mit öffentlichem Verkehr in Österreich eingesetzt werden können, ohne dass die Lenkerin/der Lenker weiterhin immer eine Hand am Lenkrad haben muss. Weiters wurden Verfahren bei Testfahrten bezüglich des 2. Abschnitts auf dem niederrangigen Straßennetz beschleunigt und der Testumfang bei selbstfahrenden Heeresfahrzeugen für das Bundesministerium für Landesverteidigung erweitert.

Rechtsgrundlagen

Stand: 11.03.2019
Hinweis
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Transparente Grafik zwecks Webanalyse

Quelle: HELP.gv.at

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